Miete oder Kauf

Obwohl das Mietrecht 1995 zugunsten des Vermieters etwas verbessert wurde, ist es relativ schwierig in Spanien Wohnungen zu finden, die vermietet werden. Die Spanier selbst ziehen es vor in ihren eigenen vier Wänden zu wohnen. Lediglich ca. 16 % der Spanier leben zur Miete.

Besonders in den Touristengegenden ist so gut wie kein Vermieter gewillt sein Objekt langfristig zu vermieten, da die drei bis vier Monate in der Hochsaison (Juli bis September) oft mehr Miete einbringen, als eine Langzeitvermietung. Und so stehen oft viele Wohnungen 8 bis 9 Monate im Jahr leer. Wenn man dann doch einen Vermieter findet, der sich auf eine längere Vermietung einlässt, kann es passieren, dass dieser keinen regulären Vertrag mit einem abschließt, dafür aber auf die Kaution verzichtet. Bei solchen Deals hat der Mieter letztlich keine Rechte und weiß letztendlich nicht, wie lange er in der Wohnung bleiben kann. Das gute an diesen Wohnungen ist dann aber, dass sie komplett möbliert sind und man somit bei einem Umzug nur seine persönlichen Dinge, und nicht noch irgendwelche Möbel und Hausrat herumtransportieren muss. Eine derartige Wohnmöglichkeit ist für die erste Zeit in Spanien bzw. für befristete Spanienaufenthalte keine schlechte Lösung.

Grundsätzlich ist nichts gegen einen Immobilienkauf einzuwenden. Doch gebe ich hier noch einiges zu bedenken:

Man sollte ein gesundes Misstrauen bei einem Wohnungs- oder Hauskauf haben und alles (die Immobilie, die Papiere, die Gegend) gründlich prüfen, auch (oder gerade wenn) es sich um deutsche Markler handelt. Auf keinen Fall etwas überstürzen und blauäugig irgendwelche Immobilien kaufen. Man sollte sich vorher intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und sich sich selbst gründlich prüfen, ob man wirklich auswandern will, und ob die Gegend die richtige ist.